Kanonische Klang-Metamorphosen über die MIDI-Instrumente
Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Kanon von Paul Ernst Ruppel.
Es ist 36 min 48 s lang. Der Aufbau ist so gestaltet, dass das C-Dur-Thema in 4 Stimmen jeweils 128 mal mit ständig
wechselnden Klangfarben durchgeführt wird. Es beginnt immer die erste Stimme in der zweigestrichenen Oktave ganz rechts;
dann folgt nach 2 Takten die zweite Stimme in der eingestrichenen Oktave halblinks; anschließend nach weiteren zwei
folgt die dritte Stimme in der kleinen Oktave halbrechts; den Schluss bildet nach nochmals zwei die vierte Stimme
in der großen Oktave ganz links. Der Instrumentenwechsel erfolgt nach jeweils 8 Takten. Das Schema habe ich hier
kurz mal grafisch skizziert.
Es werden alle verfügbaren MIDI-Instrumente verwendet. Begonnen wird mit Gewehrschuss und es endet mit Konzertflügel.
Den Anstoß zu der Arbeit gab mir die Frage danach, wie eigentlich die MIDI-Instrumente alle klingen,
von denen einige so exotische Namen haben wie Agogo, Shanai, Kalimba, Koto oder Shamisen.
Können Sie sich unter diesen Namen ein konkretes Instrument vorstellen?
Das Ganze wollte ich mal in komplexer Gesamtheit zu Gehör bringen. Das musste noch irgendwie sinnvoll eingebaut werden.
Und dazu eignete sich am besten ein Kanon. Das immer wiederkehrende Thema lässt sich relativ gut verfolgen.
Auf diese Weise lassen sich die Klangunterschiede ziemlich gut wahrnehmen. Ich wählte zu diesem Zweck einen relativ bekannten
Kanon. Ich könnte auch ein eigenes Thema hernehmen und dieses genau so verarbeiten.
Der Kanon ist vom Kollegen Ruppel vierstimmig angelegt. Deswegen die Vierstimmigkeit meines Klangkunstwerkes,
wobei als zusätzlicher Aspekt noch auf die Klangfarbenunterschiede der einzelnen Instrumente in den verschiedenen
Oktavlagen hinzuweisen ist.